Erste Erfahrungen mit HTC Magic

Ich habe jetzt mein HTC Magic auf einer Wohnmobil Tour ausgiebig testen können und dabei zeigten sich neben einigen Stärken auch die ersten Schwächen.

Problem Nummer Eins ist wie erwartet die Laufzeit des Akkus. Wenn auf einer Wanderung GPS eingeschaltet ist, um den Weg zu “tracken”, kann man fast zusehen, wie die Prozentangabe des Ladestatus abnimmt. Es gibt mehrere Trackeranwendungen im Android Market. GPS Tracks will die aktuelle Position möglichst über Internet zu seinem Server schicken, was zusätzlich Strom verbraucht. My Tracks fragt erst am Ende, ob die Daten zu Google Maps geschickt werden sollen, oder ob lokal auf SD-Karte gespeichert werden soll.

Glücklicherweise kann das Magic über USB-Kabel aufgeladen werden, so dass mein 12Volt-USB-Adapter bei jeder Gelegenheit den Akku wieder aufladen konnte. Ohne diese Möglichkeit wäre schon nach einem Tag Schluss gewesen.

Zweite Schwachstelle – aus meiner Sicht – ist die Kamera. Dass kein Fotolicht wie bei den Samsungs eingebaut ist, wusste ich ja. Der Autofokus und die Auslösezeit ist für Schnappschüsse zu langsam. Zum Scannen von Barcodes und für Motive, die Still halten reicht es aber.

Sieben Tage kräftige Nutzung von Google Maps, Market, Email und Internetrecherche mit Browser und Wapedia brauchten ca. 60MB. Das zeigt jedenfalls 3G Watchdog an. Damit ist mein Simyo 1GB-Datenpaket für 9,95 EUR gerade mal zu 6% ausgenutzt. Immerhin hat sich das Paket schon gelohnt: mit dem 24Cent/MB Standardtarif hätte ich 14 Euro gezahlt.

Was das Nachladen von Google Maps Daten und das Surfen in freier Natur angeht, ist Geduld angesagt – jedenfalls mit Simyo in der Rhön. Meist wurde als Übertragungsrate “G” wie GPRS angezeigt, in der Nähe des Kreuzbergs mit seinen Sendeantennen war auch mal “E” wie EDGE möglich. 3G für UMTS ist mir nirgends begegnet.

Das dritte Problem ist also die Internetanbindung, sobald man die Ballungsgebiete verlässt. Google Maps zum Wandern zu benutzen macht deshalb nur Spaß, wenn man sich sowieso mal eine Pause gönnen will. Es dauert einfach zu lange, bis die Kartenabschnitte heruntergeladen sind.

Eine vierte Schwäche ist mir gerade vorhin aufgefallen: Auf den Kompass kann man sich nicht verlassen! Ich hatte My Tracks aktiviert um meinen Weg mit unserem Hund aufzuzeichnen und zwischendurch mit GPS Status den Kompass angezeigt. Da ich in meiner näheren Umgebung weiß wo Norden ist, wurde ich misstrauisch. Ich drehte also das Handy langsam um seine senkrechte Achse und stellte fest, dass die Kompassnadel nicht immer nach norden ausgerichtet blieb, sondern sich mit dem Handy mitdrehte. Ich versuchte noch eine andere Kompass-Anwendung und auch hier zeigte sich dieser Effekt.

Zuhause angekommen, versuchte ich mit dem Programm Accelerometer xyz Values mehr Anhaltspunkte zu sammeln. Drehung um Längs- und Querachse waren OK, um die senkrechte Achse war falsch. Danach startete ich noch einmal den GPS Status Kompass und diesmal zeigte die Nadel konstant in die richtige Richtung. Es scheint also ein Initialisierungsproblem zu sein.

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