Wieder auf Wohnmobiltour mit dem HTC Magic

Von Mittwoch ( 7. April) bis Samstag war das Android-Handy wieder heftig im Einsatz. Wie letztes Mal hatte ich mir ein Simyo-Gigabyte spendiert um unterwegs uneingeschränkt surfen zu können. In den vier Tagen habe ich  ca. 30 MB “verbraucht” – hauptsächlich um die Kartendaten für My Tracks herunterzuladen. Beim Wandern in der Rhön ist es schon hilfreich, wenn man nachsehen kann, wie weit es noch ist bis zurück  zum Startpunkt der Wanderung. Ein pfiffiges Detail in My Tracks ist der Pfeil, der die eigene Position auf der Karte markiert: er zeigt auf der Karte immer in die Richtung, in die auch das Handy zeigt. So läßt sich auch schon mal ein Querfeldein-Abkürzung anpeilen.

Einige Nachteile sind auch diesmal wieder unangenehm aufgefallen. Mit der App Network Monitor habe ich ab und zu verfolgt, mit welcher Datenrate die Seiten aus dem Internet geladen werden. Das war sehr ernüchternd. Wenn überhaupt mal wieder ein paar Bytes ankamen, dann meist mit weniger als 1 KB/S, die maximale Rate die kurz erreicht wurde, war 20 KB/S. Eine konstante Übertragung einer angeforderten Seite über mehrere Sekunden habe ich nicht ein einziges Mal beobachten können.  Das war – wie gesagt – in der Rhön in der Nähe des Würzburger Hauses wo die Signalstärke 3 von 4 Balken anzeigte.

Eine besondere Überraschung gab es am Samstag Morgen. Ich hatte am Abend einige Bilder per Email losgeschickt und dachte sie würden in 8 Stunden – also bis zum Frühstück – wohl gesendet sein. Sie waren aber nicht im Ordner “Gesendet” zu finden sondern alle noch im Ordner “Postausgang”. Nach einigem Herumprobieren stellte ich fest, dass das Handy gar keine Netzverbindung mehr hatte. Telefonieren ging noch, aber auch nach einem Reboot kam die Fehlermeldung “Keine Datenverbindung” (oder so ähnlich) sobald ich in Browser eine Seite anwählte.

Ich überlegte, wo ich denn die Datenverbindung kaputtkonfiguriert haben könnte – aber mir fiel keine Einstellung ein. Schließlich verdächtigte ich die neu installierten Apps “Network Monitor” und “Netmonitor”. Ein Beenden der Prozesse half aber auch nichts. Glücklicherweise hatte ich mein Reserve-Handy dabei, ein altes Nokia 6630. Auch hier ließen sich keine Internetseiten laden. Jetzt hatte das Simyo-Netz den Schwarzen Peter. Als ich nach ein paar Kilometern Fahrt wieder in den “Gesendet”-Ordner schaute, waren alle Emails versendet. Die nächste Funkzelle konnte also wieder mit IP-Daten umgehen.

Und die “Lesson Learned” ist: auch in den Basisstationen läuft Software, die sich mal “verabschieden” kann. Hoffentlich booten die Stationen regelmäßig, sonst werden nachfolgende Reisende auch keine Freude mit dem mobilen Internetzugang haben.

Kommentieren